§1 Geltungsbereich
Die Rechtsbeziehungen der Hundephysiotherapie Andreas Kennel, vertreten durch den Inhaber Andreas Kennel, im Folgenden "Therapeut" genannt, zu den Tierbesitzern*innen bzw. Patientenbesitzern*innen, im Folgenden als „Kunde“ bezeichnet, bestimmen sich nach den folgenden Vertragsbedingungen.
§2 Zustandekommen des Vertrages
- Der Vertrag zwischen dem Therapeuten und dem Kunden kommt bereits durch die verbindliche Vereinbarung des ersten Behandlungstermins gem. § 3 Abs. 1 zustande.
- Gegenstand des Vertrages ist die physiotherapeutische Behandlung eines Hundes. Dazu gehören insbesondere die manuelle Therapie und/ oder die von dem Therapeuten als für den Erfolg der Therapie notwendig angesehene physikalische Therapien.
§3 Termine
- Termine gelten als verbindlich vereinbart, wenn diese persönlich, per Telefon, per Mail oder Handy (WhatsApp) von dem Therapeuten bestätigt wurden.
- Nicht eingehaltene oder zu kurzfristig (weniger als 24 h) abgesagte Termine werden voll berechnet. In dem Falle der nicht rechtzeitigen Absage des Termins durch den Kunden, ist der Therapeut befugt den Termin für die gebuchte Zeit dem Kunden voll in Rechnung zu stellen. Der Kunde verpflichtet sich den Betrag für nicht rechtzeitig abgesagte Termine in der Höhe der gebuchten Zeit zu entrichten. Eine Zahlungsbefreiung kann zwischen dem Kunden und dem Therapeuten in begründeten Ausnahmefällen vereinbart werden.
- Bei Verspätungen eines Kunden zu einem Termin wird die aufgewendete Wartezeit in Rechnung gestellt. Der Therapeut ist nicht verpflichtet, die Verspätung nachzuholen oder vom Honorar abzuziehen.
- Um einen reibungslosen und ungestörten Therapieablauf zu gewähren sowie Beißvorfälle zwischen Hunden zu vermeiden, ist es erforderlich, dass der Kunde pünktlich zum Termin erscheint. Im Falle einer “Überpünktlichkeit” ist das Betreten des Grundstücks und der Praxisräume nicht gestattet. Der Therapeut holt den Kunden grundsätzlich am Tor des Grundstücks ab. Bei Zuwiderhandlung behält sich der Therapeut vor, die Behandlung des Tieres einzustellen und den Kunden für Schäden, die hierdurch entstanden sind, in Haftung zu nehmen.
§4 Informationspflicht des Kunden
- Der Kunde ist verpflichtet, den Therapeuten zu Beginn der Behandlung ausführlich, vollständig und wahrheitsgemäß über den Gesundheitszustand des Tieres, dessen Krankheitsgeschichte, eingenommene Medikamente, behandelnde Tierärzte, Homöopathen etc. zu unterrichten. Hierfür füllt der Kunde den vom Therapeuten zur Verfügung gestellten Anamnesebogen vollständig und wahrheitsgemäß aus. Nur unter dieser Voraussetzung ist es dem Therapeuten möglich, das Tier ordnungsgemäß physiotherapeutisch behandeln zu können.
- Der Kunde ist verpflichtet den Therapeuten rechtzeitig vor einem Termin zu informieren, wenn das Tier an einer ansteckenden Erkrankung und/ oder unter Parasitenbefall leidet und/ oder läufig ist. Der Therapeut entscheidet im Einzelfall, ob der Termin stattfindet. Der Therapeut ist bei Ausfall des Termines nicht verpflichtet zeitnah einen Ersatztermin für den ausgefallenen Termin anzubieten.
- Der Kunde ist verpflichtet den Therapeuten über weitere therapeutische Maßnahmen bei einem anderen Therapeuten (Physiotherapeuten, Chiropraktiker etc.) zu informieren.
§5 Behandlung der Tiere
- Die durchzuführende Behandlung des Tieres wird durch den Therapeuten empfohlen und gemeinsam mit dem Kunden besprochen und festgelegt. Je nach Verlauf und Erfolg der Behandlung und um eine bestmögliche Genesung des Tieres zu erzielen, behält sich der Therapeut eine Änderung und Anpassung der Behandlung in Abstimmung mit dem Kunden vor.
- Um einen optimalen Behandlungserfolg zu erzielen, ist die regelmäßige Durchführung von Therapieeinheiten einzuhalten. Der Therapeut wird dazu eine Empfehlung abgeben. Sollte die empfohlene Regelmäßigkeit vom Kunden nicht eingehalten werden/ eingehalten werden können, kann der Erfolg der Behandlung beeinträchtigt werden. Um die Genesung des Tieres und den Therapieerfolg zu fördern, kann zudem die Mitwirkung des Kunden außerhalb der Therapiesitzungen durch ein abgesprochenes Hausaufgabenprogramm empfehlenswert sein.
- Verhält sich der Hund vor oder während der Therapie aggressiv, kann der Therapeut, die Therapie sofort abbrechen. Im Falle des frühzeitigen Abbruchs der Therapie hat der Kunde das Honorar für die gebuchte Zeit/ Therapieeinheit des Therapeuten zu entrichten.
- Der Therapeut ist berechtigt, die Behandlung abzubrechen, wenn seiner Meinung nach das erforderliche Vertrauensverhältnis nicht mehr gegeben scheint, insbesondere, wenn der Kunde die Beratungsinhalte und die therapeutischen Maßnahmen des Therapeuten in Frage stellt.
- Muskuläre oder neuronale Reaktionen, Anpassungsreaktionen des Organismus durch Therapieimpulse, Müdigkeit oder Unruhe, Erstverschlechterungen und ähnliche Reaktionen sind nach den Therapieeinheiten unter Umständen möglich. Bei Auffälligkeiten oder Ungewöhnlichkeiten muss der Therapeut umgehend informiert werden und falls nötig ein Tierarzt konsultiert werden.
§6 Verunreinigung des Grundstücks und der Praxisräume
- Das Absetzen von Kot und/ oder Urin direkt vor den Praxisräumen und dem Grundstück, insbesondere auf dem Parkplatz und im Eingangsbereich, sowie in den Praxisräumen ist vom Kunden unbedingt zu unterbinden.
- Der Kunde ist angehalten, die Hinterlassenschaften seines Hundes umgehend zu entfernen. Reinigungsmaterial (z.B. Kotbeutel) kann bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden.
- Der Therapeut behält sich vor, bei wiederholtem Male von Verunreinigungen der Praxisräume, des Grundstücks und des Eingangsbereichs durch dasselbe Tier, die Behandlung des Tieres einzustellen. Ausgenommen sind Welpen bis zum 6. Lebensmonat und Tiere, die an einer neurologischen Erkrankung leiden.
§7 Zahlung und Rechnungsstellung
- Es gelten die Preisangaben auf der Website oder der Infomaterialien von der Hundephysiotherapie Andreas Kennel. Als Kleinunternehmer entfällt die Umsatzsteuerpflicht.
- Die Bezahlung ist nach Erbringung der Dienstleistung durch den Therapeuten zum vereinbarten Behandlungstermin sofort fällig und vor Ort zu entrichten.
- Die Bezahlung kann in Bar oder bargeldlos mit EC, Kreditkarte (VISA oder MasterCard), ApplePay, GooglePay oder PayPal erfolgen.
- Eine Überweisung des Rechnungsbetrags ist nur in Ausnahmenfällen und in Absprache mit dem Therapeuten möglich. In diesen Fällen ist die Rechnung innerhalb von 7 Tagen nach Rechnungseingang auf das in der Rechnung angegebene Konto zu überweisen.
- Wir behalten uns das Recht vor, im Einzelfall nur bestimmte Zahlungsarten anzubieten.
- Der Kunde erhält eine Rechnung nach den gesetzlichen Vorgaben. Die Rechnung wird dem Kunden unabhängig von der gewählten Zahlungsart per E-Mail zugeschickt. Sollte der elektronische Versand nicht möglich sein, wird dem Kunden die Rechnung ausgedruckt übergeben.
- Mehrfachkarten (3'er und 6'er Karten) sind ab Kaufdatum 12 Monate gültig.
- Sollten Mahnungen nötig sein, wird pro Mahnung eine Gebühr von 5,00 € erhoben. Erfolgt die Zahlung nicht innerhalb der angemahnten Frist, erfolgt die Übergabe des Sachverhaltes an ein Inkassobüro und die Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens. Die Kosten hierfür trägt der Kunde.
§8 Garantie- und Haftungsausschluss
- Der Therapeut erbringt die Leistungen nach bestem Wissen und Gewissen. Ein subjektiv erwarteter Erfolg des Kunden kann nicht in Aussicht gestellt oder garantiert werden. Der Therapeut übernimmt keinerlei Garantie für den Erfolg der Therapie. Er schuldet lediglich eine Dienstleistung, jedoch keinen garantierten Erfolg. Insbesondere gibt der Therapeut kein Heilversprechen ab.
- Der Therapeut haftet nur für Schäden am Tier, die von ihm vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt wurden.
- Soweit es sich um Personenschäden handelt, ist die Haftung auf die Behandlungsgebühr beschränkt.
- Der Therapeut übernimmt keine Haftung für die Anwendungsrisiken der physiotherapeutischen Behandlung, über die vor Behandlungsbeginn im Gespräch umfänglich informiert und ausdrücklich hingewiesen wird.
§9 Haftung des Kunden
- Der Kunde haftet für sämtliche Schäden, die an dem Therapeuten und an der Praxisausrüstung durch ihn oder durch das Tier verursacht werden, unmittelbar und in voller Höhe.
- Voraussetzung für die Durchführung eines Termins ist, dass für das zu behandelnde Tier eine Tierhaftpflichtversicherung abgeschlossen wurde. Der Therapeut ist jederzeit berechtigt, den Nachweis der Versicherung zu verlangen.
§10 Schweigepflicht des Therapeuten
- Der Therapeut unterliegt der Schweigepflicht bzgl. Krankenakten, Behandlungsgesprächen und der Behandlung. Eine Entbindung des Therapeuten von der Schweigepflicht bedarf der Schriftform. Auf die Schriftform kann verzichtet werden, um Auskünfte vom behandelnden Tierarzt einzuholen, die wichtig sind für die weitere Behandlung.
- Ist der Therapeut aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen, gerichtlicher oder behördlicher Anordnung zur Herausgabe der Daten verpflichtet, entfällt die Schweigepflicht.
- Die Schweigepflicht entfällt, wenn im Zusammenhang mit der Beratung oder Therapie persönliche Angriffe gegen den Therapeuten oder seine Berufsausübung stattfinden und der Therapeut sich mit der Verwendung zutreffender Daten oder Tatsachen entlasten kann.
§11 Datenschutz
- Die Daten des Kunden und dessen Tieres werden zum Zweck der internen Weiterverarbeitung gespeichert.
- Es gelten die Richtlinien der DSGVO, welcher unter der Seite Datenschutzerklärung auf dieser Website eingesehen werden können.
§12 Erfüllungsort und Gerichtsstandvereinbarung
- Erfüllungsort ist der Ort, an dem die Leistung erbracht wurde.
- Die Vertragsparteien vereinbaren für alle aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag stehenden Streitigkeiten, soweit gesetzlich zulässig, die ausschließliche Zuständigkeit des Gerichts am Firmensitz der Hundephysiotherapie Andreas Kennel.
§13 Salvatorische Klausel
Erweist sich eine Bestimmung dieser AGB oder eine künftige Änderung dieser AGB als ungültig, nichtig oder aus irgendeinem Grund nicht durchsetzbar, wird hierdurch die Gültigkeit und Durchsetzbarkeit der übrigen Änderungen oder Bedingungen nicht berührt. Die Parteien verpflichten sich, in diesem Fall eine wirksame Ersatzregelung zu vereinbaren, die der unwirksamen Bestimmung bzw. dem mit der unwirksamen Bestimmung angestrebten Zweck möglichst nahe kommt. Das Gleiche gilt für den Fall einer Vertragslücke.